Warschauer Strasse

Bisher war die Warschauer Strasse von der Warschauer Brücke bis zur Frankfurter Allee kein Spaß für Radfahrende. Zweispurige Strasse plus Parkstreifen, häufig parkende LKWS in zweiter Reihe, schneller und sich überholender Verkehr, keine Radspur, aber viele Radelnde. In die andere Richtung noch schlimmer, da gibt es ab und zu einen schmalen Radweg auf dem Fußweg und dann wieder runter in den Verkehr. Kein Spaß.

Das soll sich jetzt ändern, wie die taz berlin berichtete. Die Warschauer Strasse wird umgebaut. Auf der offiziellen Seite werden die Umbaumassnahmen berschrieben:

  • Die Radfahrer bekommen eine eigene Spur auf der Fahrbahn.
  • Die Gehwege einschließlich der Gehwegüberfahrten werden erneuert. Es werden Lieferzonen am Gehwegrand eingerichtet.
  • Die Fahrbahnflächen erhalten einen lärmmindernden Straßenbelag.
  • Im Kreuzungsbereich der Kopernikusstraße wird eine zusätzliche Querungsmöglichkeit über die Warschauer Straße hergestellt.
  • Es werden Absperrpoller sowie ca. 250 Fahrradbügel aufgestellt; davon 125 an der Warschauer Brücke auf einer neuen Bike&Ride-Fläche.

Das hört sich gut an.

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Hühnerbraterei

Am Lausitzer Platz gibt es eine Hühnerbraterei, die sehr sehr beliebt ist. Ganz viele kommen mit ihren Autos angefahren. Und müssen das natürlich abstellen. Und das muss schnell gehen. Wenn eine Parklücke frei ist, dann wird die zugeparkt.

Am Lausitzer Platz stellt sich ein Auto in den Kreuzungsbereich mitten auf Fuß- und Radweg.

Am Lausitzer Platz stellt sich ein Auto in den Kreuzungsbereich mitten auf Fuß- und Radweg.

Da ist dann auch egal, dass mit einem Auto (warum braucht mensch ein solch Riesengefährt eigentlich in der Stadt) ein vielbenutzer Fuß- und Radweg blockiert wird. Es ist auch egal, dass die Sicht auf die Kreuzung versperrt wird.

Vor der Hühnerbraterei kommen die parkenden und Parkplatzsuchenden Autos aber nicht nur ZuFußGehenden und Radfahrenden in den Weg. Sie blockieren sich auch gegenseitig.

Am Lausitzer Platz vor der Hühnerbraterei ist alles voll geparkt.

Am Lausitzer Platz vor der Hühnerbraterei ist alles voll geparkt.

Vor der Hühnerbraterei ist fast immer alles zugeparkt. Und meist mit dicken Autos. Eis essend konnte ich gestern nachmittag beobachten, dass damit die Straße blockiert ist. Denn die ist gerade mal zweispurig. Eine Spur wird von den Parkenden eingenommen. So können sich entgegegen kommende Autos nicht ausweichen. Während eines Eises habe ich viele Blockaden beobachten können. Die Radfahrenden und Fußgänger_innen haben veruscht sich durchzuschlägeln und wurden dabei dann durchaus mal von rasant rückwärtsfahrenden Autos gefährdet.


Glateis auf den Wegen

Vor dem Glateis sind nicht alle gleich. Die taz berlin meldet, dass die Feuerwehr besonders ZuFußGehende und Radfahrende warnt. Diese Warnung ist begründet:

Vereist waren Bürgersteige, andere Gehwege und Radwege. „Behandelt wurden hauptsächlich Platzwunden am Kopf, Brüche und Verstauchungen“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Während so Menschen, die aus diversen Gründen kein Auto benutzen (kein Geld, umvweltbewusst, nicht fahrtauglich, etc.), gefährdet werden und besser zu hause bleiben sollen, wird für die Autofahrenden gesorgt:

Autounfälle häuften sich nicht, weil auf den Hauptstraßen Tausalz gestreut wurde.

Wie lässt sich dieser fehlende Schutz von Nicht-Motorisierten eigentlich begründen?


Ein Schiff wird kommen

und vor unserem Balkon vor Anker gehen. Oder vielleicht nicht vor Anker. Denn so viel Wasser ist nun doch nicht auf der Strasse. Und das schicke Holzschiff steht auf einem Anhänger. Das Schiff ist lang. Der Anhänger noch länger. Und damit hinten die Autos nicht reinfahren, muss der Anhänger halt den halben Fußweg versperren.

schiff

Irgendwo muss das Schiff ja stehen. Das muss mensch schon verstehen. Und nicht so kleinlich sein.


Kreuzungsparken

polar


Schwarze MIVs

Schwarze Autos, insbesondere dann, wenn sie viel zu groß für den Stadtverkehr sind, dürfen natürlich überall parken. Zum Beispiel eine Zufahrt versperrend und auf dem Bürgersteig:

schwarz2

oder aber direkt neben dem Nicht-Parken-Schild, den Ersatz-Fußweg neben der Baustelle versperrend:

schwarz1

Das Auto muss ja nur kurz mal abgestellt werden. In der Zeit können die ZuFußGehenden, Kinderwagen-Schiebenden, Rolli-Fahrenden, etc. natürlich auch mal kurz um das Auto rum. Das wird doch wohl gehen. Sollen sich nicht so haben. Regelkonform parken wäre viel zu aufwendig.


Im Weg rumstehen

Und hier mal wieder eine Sammlung von Kraftfahrzeugen, die Zu-Fuß-Gehenden den Weg verspreren.

Den Anhänger quer auf den Fußweg stellen:
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Kreuzungen so zuparken, dass mensch den Verkehr nicht mehr einsehen kann:

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bzw. kaum queren kann:

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Wenn dann noch eine große Pfütze dazu kommt, geht gar niemand mehr über die Kreuzung:

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Und auch auf den schmalsten Fußweg passt noch ein dicker LKW:

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