Autos auf dem Vormarsch

Noch wird der Vekehr in Ho Chi Minh Stadt (und wohl auch in Hanoi) von Mopeds dominiert.

Mitten in Ho Chi Minh Stadt

Mopeds sind recht wendig. So bleiben sie weniger im Stau stecken als Autos. Als Fußgänger_in kann man zwischen ihnen recht gut durchgehen, ohne überfahren zu werden. Radfahrer_innen fahren mit ihnen mit.

Aber die Autos sind auf dem Vormarsch, scheinen wie in Deutschland und Kairo ein wichtiges Statussymbol. Mit denen kommt mensch aber nur viel langsamer voran und sie verstopfen auch für andere die Verkehrswege.

Gehwegparker

Auch in Ho Chi Minh Stadt blockierte Gehwege


Mit dem Zug unterwegs

Zuerst einmal möchte ich eine Einschränkung ähnlich wie motzkat machen: Ich fahre gerne mit der Bahn, finde sie ein tolles Verkehrsmittel, zu dem es kein vergleichbares gibt. Weder Autos noch Flugzeuge sind eine Alternative. Ich will mich nicht einfügen in das allgemeine Bahn-Bashing. Ich kritisiere viel mehr aus der Perspektive einer Vielfahrerin, die auch in Zukunft mit der Bahn fahren will und im Laufe ihres Bahnfahrens in den letzten 25 Jahren leider das Gefühl bekommen hat, dass die DB immer weniger (?) auf Kund_innen ausgerichtet ist und sich nicht als umweltverträgliches und soziales Verkehrsmittel positioniert.

Letzten Freitag musste ich nach Mainz, natürlich mit der Bahn. Wie meistens nahm ich mein Faltrad mit und deswegen den Aufzug am Ostbahnhof. Und wie immer, wenn ich aus dem Fahrstuhl trete, war der Wagenstandanzeiger weit weit entfernt. Dabei fahren doch mit dem Aufzug vorallem Menschen, die mobilitätseingeschränkt sind, weil sie nicht so gut gehen können, viel Gepäck oder Sperriges wie Kinderwagen oder Fahrräder haben. Wenn sie aber rausfinden wollen, wo der Wagen ist, in den sie einsteigen wollen (weil sie zum Beispiel reserviert haben oder das Fahrradabteil suchen), dann müssen sie meist den halben Bahnsteig entlang laufen und dann möglicherweise wieder zurück. An den Aufzug gehört ganz eindeutig direkt ein Wagenstandanzeiger!

WC defekt

Schon bei Abfahrt des Zuges in Berlin Ostbahnhof waren beide WCs in unserem Wagen versperrt. Bei späteren Wanderungen zu nutzbaren Toiletten haben ich festgestellt, dass in den drei ersten Wagen sage und schreibe eine Toilette funktionierte.

Reiseplan

Ein Blick in den Reiseplaner irritierte mich. Mein Anschlusszug in Fulda war gar nicht angegeben. Ein Zug mit der gleichen Zugnummer war für Frankfurt/Main angegeben, hatte aber eine andere Ankunftszeit in Mainz. Welchen Informationen sollte ich nun trauen? Ich entschied mich doch in Fulda umzusteigen und hatte Glück. Der Wagenstandanzeiger kannte den Zug zwar nicht, aber die elekrische Anzeige zeigte ihn an. Es gab einen Fahrplanwechsel wegen Bauarbeiten.

Auf dem Rückweg von Mainz nach Berlin musste ich dann feststellen, dass das offensichtlich keine von der Bahn vorgesehene Verbindung ist. Mindestens 20 Minuten Aufenthalt in Frankfurt/Main waren vorgesehen (und dafür mit der S-Bahn nach Frankfurt zuckeln). Ich nahm trotzdem den ICE in Mainz und beschloss in Fankfurt was zu essen. Oder aber zu sehen, ob der Zug nach Berlin um 19.13 (das war unsere Ankunftszeit in Frankfurt) ein paar Minuten verspätet ist und ich ihn doch noch bekomme. Er war leider nicht verspätet, der um 20.13 dann aber gleich um 45 Minuten. Und in Berlin Hauptbahnhof fuhren um 1.00 Uhr morgens dann erstmal keine S-Bahnen wegen eines Polizeieinsatzes.

Mensch muss schon überzeugte Bahnfahrerin sein, um dabei die gute Laune nicht zu verlieren.