Sternfahrt 2014

sternfahrt2014

Sternfahrt 2014 bei schönstem Wetter.

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Umweltministerin braucht Tempolimit

Die taz hat die neue Bundesumweltministerin interviewt und unter anderem gefragt:

Sie könnten den Klimaschutz auch im Verkehr vorantreiben. Was halten Sie von einem Tempolimit bei 130 km/h?

Darauf antwortete Barbara Hendricks:

Dazu steht nichts im Koalitionsvertrag. Aber auch persönlich kann ich nicht dafür plädieren. Sowohl privat als auch mit dem Dienstwagen bin ich gelegentlich schneller unterwegs. Da wäre es unehrlich, wenn ich für ein Tempolimit von 130 eintreten würde.

Das verstehe ich nicht. Wenn sie doch weiss, dass sie dazu neigt, zu schnell zu fahren (zu schnell für den Klimaschutz, für die Sicherheit, etc.), dann braucht gerade sie ein Tempolimit. Anders scheint sie ja nicht zu verlangsamen zu sein.


ADFC-Fahrradkreisfahrt am Samstag in Berlin

Für Sonnabend, den 22. September 2012, ruft der ADFC Berlin zur Fahrrad-Kreisfahrt unter dem Motto „Für eine lebenswerte Stadt!“ auf. Er will damit ein Zeichen für die Anerkennung des umwelt- und klimafreundlichen Fahrrades als gleichwertiges Verkehrsmittel setzen und zeigen, dass Fahrrad fahren die Lebensqualität in Berlin verbessere.

Denn jeder Radfahrer trägt aktiv zur Verminderung von Luftschadstoffen wie Stickoxiden und Feinstaub und zur Reduzierung von Straßenlärm bei. Rad fahren ist ein gesundheitsförderliches Herz- und Kreislauftraining und verhindert CO2-Emissionen, die bei anderer Verkehrsmittelwahl entstehen würden.

Zudem sorge der wachsende Radverkehrsanteil dafür, dass Flächen zurückerobert würden, die seit den 1960er Jahren dem automobilen Verkehr zugeschlagen worden seien.

Schmale Bordsteinradwege, Parkplätze und überdimensionierter Verkehrsraum können wieder dem Stadtleben zurückgegeben werden. Mehr Radverkehr bedeutet deshalb mehr Lebensqualität in der Stadt.

Die Kreisfahrt startet um 14 Uhr am Pariser Platz (Brandenburger Tor), führt auf ca. 35 Kilometern um das Berliner Stadtzentrum und endet gegen 17 Uhr wieder am Brandenburger Tor. Wer mitradeln möchte, kann auch entlang der Strecke dazustoßen.


Kosten für den Flughafen BER

Die taz berlin berichtet, dass die Organisation German Watch einen neuen Vorschlag zur Finanzierung der hohen Kosten für den Flughafen BER eingebracht hat:

Sie forderte am Freitag, die zusätzlichen Summen nicht von den Steuerzahlern, sondern von den künftigen Nutzern des Airports zahlen zu lassen. Das sei nicht nur eine ökologisch, sondern auch volkswirtschaftlich sinnvolle Gegenfinanzierung.

Konkret schlug Germanwatch vor, die Flughafengebühren anzuheben, den Subventationsabbau im Flugsektor voranzutreiben und die Luftverkehrssteuer zu erhöhen. Damit würden die Kosten von der Allgemeinheit zu denen verlagert, die von dem Flughafen profitieren (die Fluglinien und die Passagiere).

Ein Sprecher der Grünen befürwortet das grundsätzlich, befürchtet aber, dass zu hohe Gebühren Reisende vergraulen könnten.

Da scheint er den ökologischen Teil der Argumentation von Germanwatch nicht verstanden zu haben. Umweltschutz soll hier durch marktwirtschaftliche Überlegungen erfolgen: Aufgrund höherer Preise (durch das Vermeiden der Externalisierung von öffentlichen Kosten) soll die Nachfrage sinken und damit weniger öffentliche Kosten (Umweltzerstörung) entstehen. Dafür bin ich, auch (oder gerade weil) mich das auch treffen würde (denn ich fliege viel zu viel). Flugpreise sind zur Zeit viel zu niedrig, weil sie zu sehr staatlich gefördert werden. Das verzerrt den Wettbewerb, zum Beispiel, mit der Bahn.


A100 stoppen

Das Aktionsbündnis A100 stoppen! ruft zu einer Fahrrad-Skater-Demo „Vernunft statt Beton! A100 stoppen!“ am 26.8.2012 auf:

Flyer "Vernunft statt Beton"

Kommt alle zur Rad-Skater-Demo “Vernunft statt Beton! A100 stoppen!”
Sonntag, 26.8.2012
Start: 15:00 Uhr Rotes Rathaus am Alexanderplatz
Strecke: Rundkurs über Brandenburger Tor, Potsdamer Platz, Kreuzberg, Alt-Treptow, Treptower Park, Elsenbrücke, Friedrichshain zurück zum Roten Rathaus (ca. 22 km)

Kluge Mobilität für Berlin oder 500 Millionen Euro für Stau, Lärm und Dreck? Vernunft statt Beton! A100 stoppen!

Wir wollen mit dieser Demonstration ein deutliches Zeichen der Ablehnung gegen diese unsinnige und teure Autobahn-Betonpiste von Berlin-Neukölln nach Treptow und Friedrichshain setzen.
Ab 27. /28. September werden die Klagen gegen die Verlängerung der Stadtautobahn A100 von Neukölln zum Treptower Park beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt. Dann sind wieder die politischen Entscheider gefragt.


Nicht nur Dominanzdeutsche

Bei der vorletzten Zeitschrift fairkehr hatte ich mich gefreut. Endlich waren nicht all die umweltbewussten Verkehrsteilnehmenden dominanzdeutsch, sondern es gab auch ganz selbstverständlich ein paar etwas weniger dominanzdeutsch Aussehende (z.B. hier). Es fehlt in umweltpolitischen Organisationen ganz klar noch das Bewußtsein, dass auch Menschen wie ich Teil der Bewegung sind. Wenn die nicht ganz so Dominanzdeutschen auftreten, dann meist nur als Problemfälle (z.B. in der Radzeit).