(Fahrrad-)Licht ist nicht alles

Der ADFC Berlin veröffentlichte gestern eine Pressemitteilung (hier als pdf-Datei) zu den anstehenden Schwerpunktkontrollen der Berliner Polizei, die sich an „Lichtmuffel“ vor allem unter Radfahrer_inne_n richten sollen. An sich kann mehr Sichtbarkeit in der Dunkelheit (ganz unabhängig von der Jahreszeit) schon ganz schön sein: Wem einmal auf einem dunklen Radweg (oder Gehweg …) ein unbeleuchtetes Rad entgegengekommen ist, wer schon einmal nachts durch einen finsteren Park geradelt ist, in dem der Weg mehr zu erahnen denn zu sehen war, oder wer schon einmal vor einem Auto, dessen Scheinwerfer nur noch einseitig und auch da nur mit halber Kraft funktionierten, über die Fahrbahn gegangen ist, ohne sicher sein zu können, ob sie/er in im „Schein“ dieser trüben Funzel überhaupt gesehen wird, weiß Licht durchaus zu schätzen.

Aber sehen und gesehen werden allein trägt noch lange nicht zu mehr Verkehrssicherheit bei, denn die Hauptunfallursachen liegen ganz woanders, wie der ADFC kritisiert:

»80% aller Fahrradunfälle finden bei Tageslicht statt, nicht im Dunkeln und auch nicht in der Dämmerung«, sagt Bernd Zanke, der Experte für die Sicherheit des Radverkehrs vom ADFC Berlin. »Zudem sind bei den Kontrollen der vergangenen Jahre mit etwa 10% Anteil ebenso wenige Kraftfahrzeuge wie Fahrräder mit defekter Beleuchtung aufgefallen« so Zanke weiter. Theoretisch könnten höchstens 2% aller Fahrradunfälle vermieden werden, wenn kein Fahrrad ohne Beleuchtung führe und alle Unfälle im Dunkeln ausschließlich auf defekte Beleuchtung zurückzuführen wären.

»Der Aufwand der Polizei wäre viel effektiver eingesetzt in der Kontrolle von Kraftfahrern, die beim Abbiegen den Radverkehr missachten«,  sagt Eva-Maria Scheel, Landesvorsitzende des ADFC Berlin. »Das ist die Hauptunfallursache mit schwer verletzten und getöteten Radfahrern. Vier von zwölf Radfahrern sind in diesem Jahr so ums Leben gekommen!«  Auch Kontrollen von Radfahrern, die entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs sind, seien sinnvoll.

Erst kürzlich hatte die Polizei nach eigenen Angaben bei Kontrollen »zum Schutz des Radverkehrs« 173 Autofahrer gezählt, die beim Rechtsabbiegen die Vorfahrt parallel fahrender Radfahrer oder das Rotlicht von Ampeln missachtet hatten.


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Bitte warten. Der Automat wird hochgefahren

Während der gut 5 Minuten, die ich gewartet habe, wechselte der Bildschirm von schwarz zu verschiedenen Anzeigen, dass der Automat hochgefahren wird und ich warten solle. Solange konnte ich dann doch nicht warten, weil ich zum Bahnsteig musste (zweimal Treppen bewältigen mit Rad und Gepäck). Da angekommen, merkte ich dann, dass ich doch Zeit gehabt hätte: 10 Minuten Verspätung.