Auch eine Autogesellschaft

Letzte Woche war ich zu einem Seminar zu Rassismus und Sexismus in Israel (siehe diverse Berichte auf meinem Blog andersdeutsch). Und wenig überraschend ist auch in Israel die Stadtplanung total auf Autos ausgerichtet.

parkeninjerusalem

In West-Jerusalem wohnte ich einem kleinen Hotel in der German Colony. Spazieren gehen war in der Straße nicht so einfach, alles war vollgeparkt, einen Gehweg gab es nicht wirklich und ständig kamen Autos. Auf dem Weg in die Jerusalemer Altstadt musste ich an einer dicken Straße lang laufen und meine Lunge mit Abgasen füllen. In der Alstadt sind dann die meisten Straßen so eng, dass es keinen Autoverkehr gibt. Überall wo es geht, fahre sie aber doch (wenn auch nur wenige).

Die Zugstrecke von Tel Aviv nach Jerusalem ist völlig unattraktiv. Der Bahnhof in Jerusalem liegt weit ausserhalb, die Fahrt dauert viel länger als mit dem Bus oder dem Sammeltaxi. Diese fahren hingegen ständig und sind ganz praktisch. In den Bussen muss mensch allerdings damit rechnen, dass ein_e Soldat_in mit Gewehr neben eine_r sitzt. Auch nicht ganz ohne.

radwegtelaviv

In Tel Aviv waren einige mit dem Rad unterwegs. Es gab auch Radwege. Die endete aber zum Teil im Nichts. Und es schien völlig normal, dass Radfahrende auf den Fußwegen fuhren und ein_e aus dem Weg klingelten.

Ich konnte mir so in der Woche viel zu Fuß erlaufen und längere Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen, der Autoverkehr war dabei aber durchaus anstrengend.

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