Benachteiligung von Radfahrenden

In einem taz Berlin-Artikel über die gewachsene Zahl von Verkehrstoten (Fußgänger_innen, Radfahred, motorisierte Verkehrsteilnehmende) wird auch der Grüne Abgeordnete Harald Moritz zitiert. Er kritisiert, dass Radfahrende in Berlin gegenüber Autofahrenden regelmäßig benachteiligt würden. Moritz verweist darauf, dass Radwege häufig im schlechten Zustand seien und Radfahrende bei Baustellenumfahrungen nicht berücksichtigt würden. Zudem geht er darauf ein, dass von PKWs bei Regelverletzungen größere Gefahr ausgeht als von Fahrrädern:

Dass auch viele Radler Regeln missachten und etwa über Rot fahren, sieht auch Moritz. Er hält jedoch solches Verhalten bei den „stärkeren“ Pkws für problematischer. Nach seiner Beobachtung hat sich bei vielen ein laxer Umgang mit dem Rotlicht eingeschliffen: „Oft hält ja erst der zweite Fahrer an der Ampel an.“


Baustelle

In der Nähe unseres Hauses wird gerade die Fassade eines Hauses sarniert. Immer wieder passiert es, dass die Bauarbeitenden den ganzen Fußweg sperren.

baustelle

Daneben parken sie ihre Transporter. Auf der gegenüber liegendnen Straßenseite gibt es keinen Fußweg. Als Zufußgehende muss ich mich durch Autos hindurch auf die Fahrbahn begeben und da dann an der Baustelle vorbeigehen (oder ganz um den Block herumgehen).

Dürfen die das?


Protest-Spatenstich

stoppa100geld

Das Aktionsbündnis A100 stoppen hat heute zu einem Protest-Spatenstich vor dem Roten Rathaus in Berlin eingeladen. Zu den Forderungen und Presseberichten von der Aktion siehe den Bericht auf a100stoppen.de.

Nachtrag 10.05.13: Am Mittwoch war nur der offizielle Spatenstrich. Die taz berlin berichtet:

„Das heute ist ein wichtiges Zeichen“, sagt Ramsauer, „dass auch in einer Stadt wie Berlin noch Verkehrsinfrastruktur ausgebaut werden kann.“

Das deutet darauf hin, dass dieser Weiterbau der A100 als Symbol wichtiger ist als als verkehrspolitische Maßnahme.


Hebebühnen parken

Natürlich möglichst wenig auf der Straße. Dass damit die Hälfte des Fußweges versperrt wird, scheint kein Problem. Sollen die Fußwegbenutzer_innen doch aufpassen.

hebebühne


Blödsinnige Beschilderung

Der Radweg ist plötzlich zu Ende, der Zaun zeigt an, dass hier eine Baustelle ist und ich ausweichen muss. Die Beschilderung ist allerdings ziemlich blödsinnig.

Auf dem Zaun ist ein Aufkleber, der Zufußgehende dazu aufruft, nach rechts auf dem Fußweg zu gehen. Da hier der Radweg abgesperrt ist, ist das eh kein Weg auf dem Zufußgehende unterwegs sein sollten. Sie brauchen also eigentlich keine explizite Aufforderung auf den Fußweg zu gehen.

Darüber hängt ein großer Pfeil, der nach rechts zeigt. Soll das bedeuten, dass auch die Radfahrenden auf den Fußweg sollen? Warum? Dort ist es eng, insbesondere weil dort auch ein Cafe mit Außentischen ist. Warum sollen Radfahrende auf den Fußweg? Links ist doch eine breite Straße, auf der genügend Platz für Radfahrende ist. Wenn es Sorgen um die Sicherheit der Radfahrenden auf der Straße gibt, könnte da ja auch eine Spur für sie abgesperrt werden.

Alle Radfahrenden, die ich bei meinen Fahrten an der Bausstelle vorbei, so beobachte, widersetzen sich auch der Beschilderung und fahren auf die Straße. Sehr vernüftig – und regelwidrig? Kampf-Radler_innen?


Baustellenabsperrung

Damit die Autos nicht direkt in die Baustelle fahren, ist die rechte Fahrspur komplett gesperrt.

Für die Radfahrenden, die auf der rechten Spur heisst das, dass sie sich vor der Ampel auf die linke Spur einfädeln müssen. Was lebensgefährlich sein kann, da bei Grün die Autofahrenden der Meinung sind, das wäre ihre Spur und sie müssten auf Radfahrende nicht achten. Wer das nicht riskieren will, wartet bis Rot und versucht sich dann am Auto vorbei hinter die Absperrung zu kommen (da lässt sich dann gut radeln). Oder aber die Radfahrenden nutzen wie auf dem Foto den Fußweg, wo sie allerdings nichts zu suchen haben.

Die Baustellenabsperrungenaufsteller haben mal wieder nur an Autos gedacht.


Kein Durchradeln

Am Görlitzer Park wollte ich heute auf dem Radweg fahren. Auf einmal war vor mir ein Bauzaun und ich musste über einen Trampelpfad und eine Bordsteinkante auf die Straße wechseln. Nach dem Ende des Bauzauns fuhr ich – sobald ich eine Auffahrt fand – wieder auf den Radweg und wurde durch den nächsten Bauzaun über die Bordsteinkante auf die Straße gezwungen. An der Ampel fotografierte ich den Bauzaun von der anderen Seite.

Radfahrende brauchen keine befahrbaren Wege, die können sich ja auch mal querfeldein schlagen.

Nachtrag 26.08.11: Die Baustelle an der Ampel ist nicht mehr da. Ich hätte also nicht vorsichtshalber auf die Straße ausweichen müssen. Aber die erste Baustelle blockiert nach wie vor nicht nur den Rad- sondern auch den Fußweg und zwingt so alle (mit oder ohne Rad, Kind oder Erwachsene) auf die Straße.

Nachtrag 23.09.11: Zur Zeit ist auf der anderen Seite des Görlitzer Parks kein Durchkommen auf dem Radgweg.

Baustelle auf Radweg daneben Tische auf dem Fußweg

Der Radweg wird durch eine Baustelle versperrt. Auf die Straße lässt sich nicht ausweichen, da in die Richtung der Absatz zu hoch und außerdem ein Parkstreifen den Weg versperrt. Auf dem Fußweg haben ein Restaurant und ein Cafe ihre Tische stehen. Dadurch drängen sich jetzt Fußgänger_innen und Radfahrende. Der vor mir Fahrende hatte viel Geduld und Umsicht mit den spielenden Kindern, die uns (und anderen) das Fortkommen erschwert haben.