do-it-yourself-navi für’s rad

und noch ein foto von einer unserer leser_innen. langsam wird es zeit, dass sie ein eigenes account bekommt – was meint ihr?

doityourselfnavi

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ein do-it-yourself-navi für’s rad, so ganz ohne technik, karte und kartenhalter…

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falsch parken im schnee

die tage erreichte uns eine mail einer leserin von verkehr denken. leute, die ihre autos dort (falsch!) parken, wo fußgänger_innen die straße queren wollen und müssen, machen sich in berlin kreuzberg keine freund_innen.

ar*loch

ar*loch


die fotografin meint: „schnee fördert die kreativität und kommunikation“ und „ich war’s nicht, es war schon drauf“.

danke dafür.


verkehrspolitik und radfahrer_innen

unter dem Titel „Nicht alle Wege führen zum Ziel“ hat die taz heute in ihrem berlinteil über die radspuren rund um den rosenthaler platz berichtet.

offenbar führen einige dieser spuren plötzlich auf die straße und enden abrupt vor einer parkspur für autos. das einfädeln in den fließenden verkehr wird, der autorin juliane wiedermeier zufolge, obendrein erschwert, da der verkehr

…so dicht und schnell an den parkenden Wagen vorbei[braust], dass man als Radfahrer damit besser bis zur nächsten Rotphase für die Autos wartet.

sie findet, dass der rosenthaler platz deshalb besser umfahren werden kann. eine_r könne

… wesentlich entspannter über die Linienstraße und die Choriner Straße von Mitte nach Prenzlauer Berg gelangen. Dort hat man bei der Verkehrsoptimierung nicht zuerst an die Autofahrer, sondern an die vielen Radfahrer der Stadt gedacht und beide zu Fahrradstraßen erklärt.


(kinder) im straßenverkehr

letztens mit einem bekannten darüber geredet, wie sehr straßen und autos unser leben prägen. unfreiwillig. sobald ich aus der tür trete (genau genommen schon, wenn ich nur das fenster aufmache) bin ich mit straßenverkehr konfrontiert. ich muss straßen queren, an fahrenden und parkenden pkw vorbei manövrieren und fast alle meine bewegungen an den autoverkehr anpassen. jeder „fehler“ kann dazu führen, dass ich mich erschrecke, beschimpft oder verletzt werde oder den nächsten tag gar nicht mehr erlebe.

der bekannte, der eine 2 1/2 jährige tochter hat, meinte daraufhin, dass geschätzte 30 prozent seiner erziehungsleistung darin läge, sein kind für den straßenverkehr zu erziehen und es so vor verletzungen oder tod zu schützen. an antiautoritäre elemente wäre dabei selbstredend nicht zu denken…


warten auf den anschlussbus

die einschränkung gleich vorneweg: ich bin sehr froh in einer stadt zu wohnen, die einen grundsätzlich brauchbaren öffentlichen personennahverkehr hat. ich fahre viel öpnv – kreuz und quer durch berlin und zu allen möglichen tag- und nachtzeiten. öpnv-gemotze von motzkat stellt das ganze also nie grundsätzlich infrage, weil autofahren für motzkat keine alternative ist und zu fuß gehen und radfahren manchmal eben auch nicht.

vor einiger zeit wurde eine buslinie, die ich ziemlich häufig genutzt habe, um in die innenstadt zu fahren, zweigeteilt und zum teil verlegt. statt ihrer fahren auf der strecke jetzt zwei buslinien und umsteigen ist angesagt. ich gehe davon aus, dass die berliner verkehrsbetriebe (wirtschaftliche) gründe dafür haben. ich fänd’s auch kein thema, wenn es denn anschluss gäbe. laut fahrplan ist das so eingeplant. aussteigen, drei minuten warten, einsteigen und weiterfahren. kein ding. leider ist mir das aber bisher kein einziges mal gelungen… meistens sehe ich den anschlussbus noch wegfahren (und die/der fahrer_in hat „meinen“ bus auch gesehen und hat nicht die kleine minute auf umsteigende gewartet). und wenn es ganz blöd kommt, stehe ich dann 20 minuten rum, weil’s zum laufen noch zu weit ist und weit und breit kein anderes verkehrsmittel in die selbe richtung fährt. warum werden umsteigezeiten nicht so geplant, dass anschlüsse geschafft werden? und warum warten einzelne fahrer_innen nicht ein paar sekunden, wenn der anschluss habende bus schon hinter ihnen zum stehen kommt? grmpf.


fahrerlaubnis haben

muss eine_r autofahren können müssen?

ich staune immer wieder über die unglaubliche selbstverständlichkeit, mit der viele menschen meinen, die fahrerlaubnis (für pkw) machen zu müssen bzw. zu wollen. ich verstehe es nicht. ich selbst hab das auch gemacht – mit 18, wie es eben üblich ist. und ich verstehe es heute nicht mehr. ich hab damals gar nicht infrage gestellt, ob ich die fahrerlaubnis wirklich brauche, wirklich will. zumal in berlin. es war der „normale“ lauf der dinge: alt genug sein -> geld geschenkt bekommen -> fahrerlaubnis machen. im rückblick eine enorme geld- und zeitverschwendung.

ich hab gerade eine_n erwachsene_n im bekanntenkreis, der/die sich quasi genötigt fühlt, mit rund 40 doch noch auto fahren zu lernen. die person quält sich zu jeder fahrstunde. die person hat angst vor jeder fahrt. sie will nicht auto fahren. sie leidet enorm… und zieht es dennoch durch. das seltsame argument, ein_r müsse doch auto fahren können – für den notfall… zumal mit kindern… das auto stünde doch vor der tür und dann, im notfall… – scheint übermächtig. traurig.

[hätt ich damals mal lieber den schreibmaschinenkurs gemacht, so im rückblick… ]


verkehr denken

hier entsteht ein teamblog zu verkehr… später mehr.